Traumhaft exotisch!

Vielfalt im Obstregal

Immer wieder etwas neues entdecken, damit es nie langweilig wird! Kennen Sie zum Beispiel schon diese kleinen fruchtigen Exoten? Erfahren Sie mehr über Rambutan, Tamarinde & Co.!

Physalis – hübsche Früchtchen mit viel Geschmack

Die Physalis (auch Kapstachelbeere genannt) ist von einem hellbraunen pergamentartigen Blütenkelch umschlossen. Öffnet man diesen, kommt eine leuchtend orangefarbene kirschgroße Frucht zum Vorschein. Das Fruchtfleisch ist fest und süßsäuerlich im Geschmack, vergleichbar mit dem der Maracuja oder Stachelbeere. Die Physalis eignet sich besonders zum Rohgenuss. Die vitaminreiche Beere ist eine schmackhafte Alternative zu Süßigkeiten, die auch Kindern schmeckt. Um an die Frucht zu gelangen, werden die Kelchblätter umgeschlagen, und die Frucht wird vorsichtig herausgelöst. Physalis lassen sich hervorragend als Kuchenbelag verwenden oder zu Konfitüren und Gelees verarbeiten.

Tamarillo – die verkannte Frucht

Tamarillos (auch Baumtomaten genannt) gehören zwar – wie die Tomate oder die Kartoffel – zu den Nachtschattengewächsen, werden jedoch zum Obst gezählt. Die Schale der eiförmigen Frucht ist gelb bis dunkelrot und hat einen bitteren Geschmack. Reife Früchte duften aromatisch und geben auf Druck leicht nach. Im Inneren der Tamarillo befindet sich das geleeartige von kleinen Kernen durchsetzte Fruchtfleisch, ähnlich dem der Tomate. Tamarillos haben einen süßsäuerlichen und leicht würzigen Geschmack. Vor der Zubereitung sollte man die bitter schmeckende Schale abziehen. Dies geht am besten, wenn die Frucht kurz mit Wasser abgebrüht wurde. Tamarillos werden hauptsächlich wie Tomaten verarbeitet, bspw. in Salaten, zu kalten Vorspeisen mit Käse, Ei oder Schinken. Halbierte Früchte können auch mit Zucker, Salz oder Zitronensaft verfeinert und ausgelöffelt werden. Die Tamarillo kommt aufgrund ihres würzigen Aromas oft beim Verfeinern von pikanten Soßen zum Einsatz. Zudem wird sie oft zu Chutney und Aufstrichen verarbeitet.

Kumquats – kleine Früchtchen mit viel Vitamin C

Kumquats (auch als Zwergorangen bekannt) sind eng mit den Zitrusfrüchten verwandt. Die Schale ist jedoch essbar. Man kann zwei Sorten von Kumquats unterscheiden: kugelige und länglich ovale. Im Durchschnitt werden die Früchte bis zu 4 cm lang und im Durchmesser 2,5 cm breit. Der Geschmack der Schale ist eher herb-süßlich, und das Fruchtfleisch hat eine spritzige Bitternote. Kumquats lassen sich vielfältig genießen. Vorwiegend werden die Früchte frisch und im Ganzen verzehrt. Sie lassen sich auch zu schmackhaften Desserts und Marmeladen verarbeiten. Als Beilage oder in Soßen verleihen sie Fleisch- und Reisgerichten eine exotische Note. Eine besondere Raffinesse sind geeiste Kumquats als Cocktailfrüchte oder Alternative zu Eiswürfeln.

Tamarinde – die Unbekannte

Die Tamarinden (auch als Sauerdatteln oder Indische Datteln bekannt) erinnern optisch an eine große Erdnuss. Unreife Früchte sind grün und noch relativ weich. In reifem Zustand sind die ca. 20 cm großen, daumendicken Samenhülsen bräunlich und brüchig. Darin sind bis zu zwölf essbare dunkle kleine Kerne eingebettet. Verwandt ist sie mit den Hülsenfrüchten, wie z. B. Erbsen und Linsen. Unter der leicht zerbrechlichen Schale befindet sich das süßsäuerlich schmeckende Fruchtmark. Das Fruchtmark der Tamarinden kann vielseitig verwendet werden, z. B. zum Würzen von Getränken, in Chutneys, Soßen oder zu Desserts. Für die Zubereitung die Hülsen aufbrechen und das Fruchtmark aus den kleinen Verästelungen herauslösen. Die Kerne können entweder geröstet oder aufgekocht gegessen werden.

Rambutan – die Stachelige

Rambutan (auch unter dem Namen behaarte Litschi bekannt) ist eine pflaumengroße, rotbraune, mit langen, weichen Stacheln bedeckte Frucht. Der aus Malaysia stammende Name „Rambutan“ bedeutet so viel wie „Haar“ und spielt auf die farbigen, wolligen Stacheln an, die an bunte Haare erinnern. Je dunkler die Farbe der Stacheln, desto reifer ist die Frucht. Unter der Schale versteckt sich das weiß schimmernde Fruchtfleisch. Trotz des exotischen Aussehens ist die Verwandtschaft zur Litschi äußerlich und geschmacklich erkennbar. Die Rambutan lässt sich nicht lange lagern, da sie erst reif geerntet wird. Daher am besten nur wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Maracuja – kleine Frucht mit viel Geschmack

Die Schale der Maracuja ist hart und glatt. Darunter verbirgt sich ein saftiges und orangefarbenes „Arillusgewebe“ (kein festes Fruchtfleisch), in dem eine große Anzahl von essbaren Samen eingebettet ist. Ist für saftiges und aromatisch-süßsäuerliches Fruchtmark bekannt. Maracujas werden in der Regel roh verzehrt. Hierfür wird die Frucht z. B. mit einem scharfen Messer halbiert und das Fruchtgewebe ausgelöffelt. Maracujas eignen sich aber auch hervorragend zur Herstellung von Säften und Nektaren (dies gilt vor allem für die gelbe Variante). Weitere Verwendung finden die Früchte in Nach- und Süßspeisen wie Obstsalaten, Eiskreationen und Sorbets, aber auch in Konfitüren.